Trust Rank

Neben dem Google Pagerank ist der Trust Rank ein weiterer von Google (und vermutlich auch anderen Suchmaschinen) eingesetzter Algorithmus, um die Qualität von Websites zu bewerten. Hierbei geht es, wie der Name ja bereits andeutet, um Trust, also um Vertrauen.

Die Grundidee: Es wird manuell ein Set von Seiten identifiziert, denen man unterstellt, dass sie hochwertige Inhalte anbieten – und auch nur auf hochwertige Seiten verlinken. Eine Seite, die hier gut hineinpassen könnte, wäre z.B. die Wikipedia, deren Links immer sehr kritisch geprüft werden. Seiten, die aus diesem Grundgerüst an hochwertigen Seiten angelinkt werden, kann man ebenfalls eine gewisse Qualität unterstellen, und die Seiten, die von dieser zweiten Gruppe („Ebene“) von Websites verlinkt werden, sollten auch noch hochwertigere Inhalte anbieten als Seiten, die von dort überhaupt keinen Link erhalten.

Der Trust Rank wird über Links vererbt

Der Trust Rank wird, von einem kleinen Set von Websites ausgehend, über Backlinks vererbt. Je weiter man sich in der Verlinkung von dem Grundgerüst von Websites entfernt (die Namen dieser Seiten sind – aus guten Gründen – nicht bekannt, es soll sich im deutschsprachigen Raum um 100 bis 200 Websites handeln), desto geringer wird der Trust, den die angelinkte Seite erhält – der Trust Rank sinkt also, je mehr Links notwendig sind, um von einer Seite der ersten Ebene hierhin zu gelangen.

Somit haben Seiten mit einem (unterstellten) hohen Trust, die auch als Authorities bezeichnet werden, im Linkbuilding einen sehr hohen Wert. Agenturen haben sich darauf spezialisiert, bei diesen Websites Backlinks „auf Bestellung“ zu generieren. Teilweise ist dies über Contentmarketing durchaus im Rahmen der Google-Richtlinien machbar, teilweise werden diese aber auch ganz einfach eingekauft: Sollten diese Links dann nicht als solche besonders gekennzeichnet werden, liegt ein Verstoß gegen die Guidelines vor und eine Abstrafung droht.

Durch die Popularisierung sozialer Netze verliert der klassische Trust Rank an Bedeutung, wobei soziale Signale im weiteren Sinne auch als eine Vererbung von Trust bezeichnet werden können. Welches Netzwerk hier welche „Wertigkeit“ hat, hängt sicherlich vom Kontext ab – Business, Mode, Fun: Die Auswahl der aktuell trendigen Networks ist groß und sehr dynamisch, und auch von Alter, Geschlecht und Wohnort abhängig.

Faktoren, die den Trustrank beeinflussen

Verschiedene Faktoren beeinflussen den Trustrank einer Website. Dazu gehören die Autorität der Website, das Alter der Domain und die Qualität des Inhalts. Websites, die über eine lange Zeit hochwertige Inhalte bereitstellen und eine hohe Autorität in ihrer Branche haben, neigen dazu, einen höheren Trustrank zu haben.

Messung des Trustranks

Die Messung des Trustranks erfolgt mithilfe verschiedener Tools und Methoden. Diese Tools analysieren die Verbindungen einer Website zu anderen Websites und bewerten ihre Vertrauenswürdigkeit anhand einer Reihe von Kriterien. Zu den beliebten Tools zur Messung des Trustranks gehören Moz’s Domain Authority und Majestic’s Trust Flow.

Vorteile eines hohen Trustranks

Ein hoher Trustrank bietet zahlreiche Vorteile für eine Website. Dazu gehören ein verbessertes Ranking in den Suchmaschinenergebnissen, da Suchmaschinen vertrauenswürdige Websites bevorzugen. Darüber hinaus trägt ein hoher Trustrank zur Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit einer Website bei, was wiederum die Nutzerbindung und -konversionen erhöht.

Verbesserung des Trustranks

Es gibt verschiedene Strategien zur Verbesserung des Trustranks einer Website. Dazu gehören der Aufbau hochwertiger Backlinks von vertrauenswürdigen Websites, die Erstellung einzigartiger und wertvoller Inhalte sowie die Sicherung der Website gegen Malware und andere Bedrohungen.